Donnerstag, 16. Mai 2013

Der Berg ruft! - Sonderausstattung zur Lilith-Saga:

Ihr erinnert euch? In Für ein Ende der Ewigkeit besucht Lilith mit ihren Freundinnen ein "Bierfest".

Dieses Fest existiert wirklich! Es handelt sich um die Erlanger Bergkirchweih. Sie hat eine mehr als 250-jährige Tradition und wird jedes Jahr um die Pfingstfeiertage herum gefeiert. Anders als z.B. beim Oktoberfest, bei dem die Bierzelte dominieren, sitzt man in Erlangen quasi in einem gigantischen Biergarten meist im Freien.
Und heute ist es soweit! Ich kann es kaum erwarten! Um 17:00 Uhr wird das erste Bierfaß angestochen und der Inhalt als Freibier verteilt. Und dann..., ja dann beginnt Erlangens fünfte Jahreszeit!

von Janericloebe (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons

Die nächsten zwölf Tage herrscht in der gesamten Stadt eine regelrechte Ausnahmesituation. Alles, was irgendwie dazu in der Lage ist (mehr als 1 Mio. Besucher pro Jahr!), strömt auf den "Berch" bzw. auf die "Kerwa", um ausgelassen zu feiern und es sich gut gehen zu lassen. Und wenn abends um 23:00 Uhr die Bierkeller schließen, feiert man in der Stadt in den zahlreichen Kneipen einfach weiter.

Straßen werden weiträumig gesperrt, Parkplätze vor der Stadt ausgewiesen, der gesamte ÖPNV fährt eigentlich ununterbrochen, bewachte Fahrradabstellplätze werden eingerichtet, die Stadtreinigung kommt trotz zusätzlicher Schichten kaum hinterher.

Die gesamte Atmosphäre in der Stadt verändert sich in diesen Tagen. Es ist wirklich schwer, das zu beschreiben, man muss es einmal selbst erlebt haben.

Fahrgeschäfte aller Art, vom Riesenrad bis zu den ausgefallendsten Neuheiten laden dazu ein, ausprobiert zu werden. Losbuden reihen sich an Bierkeller und Stände, die alle möglichen Leckereien zum Essen, aber auch Kinderspielsachen und Luftballons verkaufen. Und natürlich gibt es auch die riesengroßen Brezen! :-)) Ich bin übrigens ein bekennender Gulden-Brezen-Fan!

Nachfolgend habe ich euch ein paar Filmchen zusammengestellt, die ich auf youtube gefunden habe und die die ganz besondere Stimmung zumindest ein klitzekleinwenig wiedergeben können.

Hier ist sie also, meine ganz persönliche Führung über die Kerwa nur für euch:

Tagsüber, vor allem vormittags, geht es noch richtig gemütlich zu. Da kann man sogar als Schwangere hin (ich habe es vor ein paar Jahren mehrmals getestet: Kein Problem! Es gibt sogar Apfelsaftschorle in einer kleinen Maß  - da fällt man nicht weiter auf! :-))




  
Wenn man sich das überschaubare Gelände, auf dem der Berch stattfindet, vor der Kirchweih anschaut, ist man in vielleicht fünf Minuten durchgelaufen. Ab den späteren Nachmittagsstunden jedoch, braucht man dazu mindestens eine dreiviertel Stunde. Es ist kaum zu glauben, wie viele Menschen auf so einem kleinen Raum Platz finden!



Mit der Dunkelheit strömen noch mehr auf die Kerwa. Und auch der Bierkonsum nimmt zu. ...Aber nur ein ganz klein wenig!  :-)



Und am letzten Abend der Bergkirchweih heißt es Abschied nehmen. Das letzte Faß Bier wird vergraben. Alle holen ihre Taschentücher heraus und singen Lili Marleen.






So, Leute, ich bin dann mal weg. Und zwar hier.

Und wenn ihr bei den Berchcams genau hinschaut, wirklich ganz genau, werdet ihr Lilith mit ihren drei Freundinnen ganz bestimmt auch finden! :-)

VLG
Roxann

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