Donnerstag, 22. November 2012

Sonderausstattung zur Lilith-Saga: Das Walberla

Lange ist es her, dass ich das letzte Mal etwas als Sonderausstattung gepostet habe.
 
Heute möchte ich euch einen ganz besonderen Ort aus meinen Büchern vorstellen, der sowohl bei Für ein Ende der Ewigkeit, als auch bei Eine andere Art von Ewigkeit eine Rolle spielt. Es handelt sich um den „Tafelberg“.
 
Der Tafelberg existiert wirklich. Er ist die Ehrenbürg in der fränkischen Schweiz, landläufig aber meist „Walberla“ genannt.
(c) Benreis at old wikivoyage shared [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
 
 
Was macht diesen Berg so besonders?
Es ist allein schon seine Form. Das Walberla zieht die Blicke einfach auf sich. Als Betrachter ahnt man sofort, dass das Walberla mehr ist, als Felsen und Stein.
 
Wenn man nach dem Aufstieg die Hochfläche betritt (das Auto muss man auf halbem Wege stehen lassen), stockt einem der Atem. Die Aussicht ist einfach grandios. Und auch der Rundgang über das Walberla ist sehr beeindruckend. Man merkt sofort, dass man einen kraftvollen, geheimnisvollen und mystischen Ort betreten hat.
von (User:Alma) (own picture, made with Canon PowerShot A430) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
Zahlreiche Ausgrabungsfunde belegen, dass das Walberla als Kultplatz der Kelten, als ein germanisches Heiligtum und anschließend auch als eine christlich geweihte Stätte genutzt wurde. Auf dem Walberla befindet sich noch heute eine im 17. Jahrhundert gebaute Walburgis-Kapelle.
 
Seit der frühen Jungsteinzeit (um ca. 5500 v. Chr) ist eine Besiedlung des Walberla belegt, die sich bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. nachweisen lässt. Rund 500 v. Chr. war das Walberla mit einer mächtigen Wallanlage umgeben und galt als Machtzentrum für die ganze Region.
 
 
 
Heutzutage dient das Walberla als beliebtes Ausflugsziel. An jedem ersten Sonntag im Mai findet auf dem Berg das sogenannte Walberla-Fest zu Ehren der Heiligen Walburga statt, das als ältestes Frühlingsfest Deutschlands gilt. Es soll seine Wurzeln in einem alten heidnischen Opferfest zu Ehren Wotans haben.
 
Apropos Opferfest: Bei den Ausgrabungen wurden Skelette gefunden, denen die Gliedmaßen fehlten (darunter auch Säuglinge). Die Knochen bzw. die Fragmente wiesen Schnittspuren auf – ein deutliches Indiz für Kannibalismus.
 
Es ranken sich zahlreiche Mythen und Sagen ums Walberla. Sie alle hier niederzuschreiben, würde den Rahmen sprengen. An dieser Stelle nur so viel: Das Walberla galt lange Zeit als Rückzugsort für Hexen und Dämonen, die besonders in der geheimnisvollen Walpurgisnacht dort ihr Unwesen trieben. Rund um die Walberla war die Hexenverfolgung deshalb auch besonders stark ausgeprägt. Man glaubte, dass sich Menschen, die ihre Seele dem Teufel verschrieben hatten, mit Hilfe einer "Hexensalbe" von ihrem Körper lösen konnten, um als Geister durch die Nacht zu reiten.
 
Wer jetzt Lust und Interesse hat, mehr über die Mythen, Sagen und Legenden rund ums Walberla zu lesen, dem kann ich diese Seite wärmstens empfehlen: Klick
 
 
 
 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen