Dienstag, 11. September 2012

Sonderausstattung, Teil 6 - Rennes-le-Château


Rennes-le-Château 
... spielt eine Rolle im ersten Teil meiner Lilith-Saga. Gerti erzählt Lilith, dass Asmodeo dort getauft wurde. 
Es existieren zahlreiche mystische Legenden über das kleine südfranzösische Dorf mit rund 100 Einwohnern am Fuß der Pyrenäen. Unzählige Bücher beschäftigen sich mit diesem Mythos.

Ausgangspunkt dieser Legenden ist die Dorfkirche Sainte Marie-Madeleine .
Das rund 1000 Jahre alte, baufällige Gemäuer wurde Ende des 18. Jahrhunderts vom damaligen Pfarrer Bérenger Saunière renoviert und umgestaltet.
Und damit fing alles an.
Die Sanierung der Dorfkirche kostete für damalige Verhältnisse ein enormes Vermögen (rund 500.000 €), das der Pfarrer eigentlich niemals hätte aufbringen können.
Es wird behauptet, der Pfarrer habe bei der Renovierung des Altars alte geheimnisvolle Pergamente gefunden und sei – nachdem er den Bodenbelag der Kirche abtragen ließ – auf ein Versteck im Boden gestoßen.
Was der Pfarrer dort gefunden hat, ist bis heute unklar. Es wird gemunkelt, die Pergamente hätten den Pfarrer zu dem im Dorf versteckten Heiligen Gral sowie zu den Schätzen der Templer geführt.
Nachweisbar ist, dass der Pfarrer am 21.09.1891 in sein Tagebuch schrieb: „Grab entdeckt“.  Außerdem ließ er über das Kirchenportal den Spruch „Terriblis est locus iste“ einmeißeln (dieser Ort ist schrecklich).
(c) Wikimedia.org/Carquinyol
Fakt ist auch, dass der Pfarrer in den folgenden Jahren umgerechnet mehr als eine Million Euro ausgab. Er erwarb ab etwa 1900 Grundstücke, die an die Kirche angrenzten und weitere in der Umgebung. Er ließ für sich eine Villa errichten und einen Turm, der als Wahrzeichen von Rennes le Chateau gilt.
Mehrere mysteriöse Todesfälle und Morde im unmittelbaren Dunst- bzw. Freundeskreis des Pfarrers geben Anlass zu Spekulationen, dass der Pfarrer etwas Wertvolles und Wichtiges gefunden haben muss.

Die Dorfkirche Sainte Marie Madaleine
An ihrem Eingang, auf der linken Seite, unter der Statue der Jungfrau, hat der Pfarrer einen westgotischen Pfeiler hinstellen lassen, welcher den alten Altar gestützt hatte. Darauf ist ein Kreuz dargestellt, das "Kreuz des Schweigens". Erstaunlich ist, dass er es umgekehrt aufstellen ließ.
Am Eingang befindet sich ein Teufel, welcher den Weihwasserkessel trägt. Es ist Asmodeus. 
(c) Wikimedia.com/Hawobo

Über ihm erheben sich vier Engel. Die Engel ruhen auf einem Sockel mit zwei 2 Greifen, welche als Wächter des Schatzes bezeichnet werden. Unter den Engeln befindet sich der von Kaiser Konstatin (~ 300 n. Chr.) im Himmel gesehene Satz "par ce signe tu vaincras" (durch dieses Zeichen wirst du siegen), mit dem Unterschied, dass hier steht "par ce signe tu le vaincras" (durch dieses Zeichen wirst du ihn besiegen).
File:St.Madeleine Weihwasserbecken.JPG
(c) Wikimedia.com/Hawobo

Alle Statuen in der Kirche schauen zu Boden. Zur Rechten des Altars befindet sich die Jungfrau mit einem Kind, zur Linken Josef - auch mit einem Kind. Zwei Jesus-Kinder in einer Kirche??... Zwillingsbrüder, oder ??

File:Altar Rennes-le-Chateau.jpg
(c) Wikimedia.com/Pumuckel42

Beim Altar kann man eine rothaarige Maria Magdalena sehen. Laut der Bibel soll sie aber blond gewesen sein…
Es wird gesagt, dass es sich bei diesem Altarbild um die einzige Arbeit handelt, die der Pfarrer selbst ausgeführt hat. Es soll sehr viele Hinweise auf die Art des gefundenen Schatzes beinhalten sowie auch auf den Fundort.
Datei:St.Madeleine Altar.JPG
(c) Wikimedia.com/Hawobo

Die Thesen um Rennes le Chateau lassen sich weder hundertprozentig beweisen, noch mit Sicherheit völlig widerlegen. 
Ein leiser Zweifel bleibt, dass an dem Geheimnis doch mehr dran sein könnte, als der gesunde Menschenverstand bereit ist, sich einzugestehen...
LG
Roxann


1 Kommentar:

  1. Laut Wikipedia hat RLC zwar 81 Einwohner - in den letzten Jahren scheint mir aber ein Drittel davon deutlich stärker der Realität zu entsprechen. Ich war X mal da und hab auch Einwohner dazu befragt ;)

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