Freitag, 6. Juli 2012

Buchblog Wortmalerei - der Schreibstil macht's


Auf dem Blog Wortmalerei habe ich einen - wie ich meine – sehr interessanten Beitrag gefunden, der sich mit der Frage beschäftigt, ob und inwieweit der Schreibstil des Autors das „Mögen“ oder „Nichtmögen“ eines Buches wesentlich beeinflusst und was wichtiger ist, die Geschichte oder ihre Formulierung?
Es sind die Worte, die die besondere Atmosphäre einer jeden Geschichte transportieren.
Dient dann der Schreibstil als eine Art „Verpackung“ für die Story? Je glänzender und aufwändiger, desto besser? – Keinesfalls. Wie sonst könnte man Ernest Hemingway erklären, dem es wie keinem zweiten gelingt, in einfachen und wenigen Worten so unheimlich viel auszudrücken und den Leser vollständig in seinen Bann zu ziehen?
Ist dann der Umkehrschluss richtig, dass der Schreibstil völlig egal ist und es allein auf eine gute Story ankommt? – Keinesfalls. Wenn der Text selbst „holpert“, nutzt die beste Geschichte nichts, denn dann findet der Leser keinen Zugang und kann nicht nachempfinden, was die Protagonisten denken und fühlen.
Also was nun?
Ein Autor, der einen historischen Roman schreibt, wird einen anderen Schreibstil wählen als jemand, der SciFi zu Papier bringt – ansonsten wäre die Geschichte (so gut sie inhaltlich auch sein mag) nicht authentisch und könnte nicht wirken.
Auch die Erzählperspektive spielt eine große Rolle. Ein Buch, das im auktorialen Stil geschrieben ist, ist ganz zwangsläufig anders formuliert als eine Erzählung aus der Ich-Perspektive. Das bedeutet aber nicht, dass das eine besser und das andere schlechter ist.
Meiner Meinung nach müssen sich Schreibstil und Story ergänzen. Sie müssen zueinander gehören und eine Einheit bilden – eine unauflösbare Einheit.
LG
Roxann
P.S.: Wer Lust hat, kann testen, wie er/sie schreibt. Hier der Link ist zwar schon etwas älter, aber immer noch amüsant.
Übrigens, wer es wissen will: Ich selbst schreibe laut dieser „sicheren und unbestechlichen Messmethode“ wie Sibylle Berg, Albert Ostermayer, Alexa Hennig von Lange oder Goethe – je nachdem, welchen meiner Texte ich eingebe :-)

Kommentare:

  1. *lol* Ich hau mich grad weg, hab gerade einen Auszug aus einer meiner Rezis eingegen und das Ergebnis war, ich schreibe wie Goethe :D

    Zum Thema: Ich find man kann das gar nicht so genau festlegen, Stil und Story müssen halt einfach zusammen passen,das Gesamtpaket machts ;o)
    Ich mag einen Autor gern lesen, wenn ich beim lesen beispielsweise nicht ständig über ungewöhnlichen Satzbau stolpere und der Text sich fließend und zügig lesen lässt und man ihn dennoch versteht.

    LG Andrea

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    1. Liebe Andrea (oder soll ich sagen, lieber Goethe? :-)),

      ... du sagst es!

      LG
      Roxann

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    2. *lol* bleib bitte bei Andrea ;o)
      Wer weiß, was beim nächsten Test raus kommt, ich trau mich gar nicht nochmal :)

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  2. Hallo Roxann, vielen lieben Dank für das liebe Kommentar :)
    Ich hab auch gerade den Test mit einem Auszug aus einer Rezension gemacht und raus kam das ich wie "Ildiko von Kürthy" schreibe :-D Ich hab sogar ein Buch von ihr haha cool ;-)

    Liebe Grüße

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    1. Hallo Butterblume!

      ...herzlichen Glückwunsch! :-)
      LG
      Roxann

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  3. Huhu :)
    Schön, dass dir mein Beitrag so gut gefallen hat. Hast du sehr gut beschrieben, die Sache mit dem Schreibstil :) Ich sehe das auch in etwas ähnlich!

    Liebe Grüße,
    Marie

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    1. Hallo zurück!

      ... freut mich, dass dir mein Beitrag gefallen hat!
      LG und schönen Montag!
      Roxann

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